Anspruch

Musikpädagogik braucht Qualität.

Dank kommunaler Trägerschaft: Nah am Menschen, mitten in der Gemeinde!

Hochwertige Musikpädagogik muss nicht nur gut gemeint, sondern gut gemacht sein. Dies erfordert zuverlässige Rahmenbedingungen, eine professionelle Organisation und Verwaltung, vor allem aber festangestellte und spezialisiert ausgebildete Lehrkräfte. Ohne die Trägerschaft durch die Kommunen und die Personalkostenzuschüsse des Staats wäre dies nicht machbar. Die Eltern und Schüler bezahlen etwa 42 Prozent der Musikschulkosten und finden dank hochwertigem Gruppenunterricht erschwingliche Zugangsmöglichkeiten zur öffentlichen Musikschule. Die 4 Zweckverbands- und 12 Vertragsgemeinden finanzieren ebenfalls ca. 42% der Ausgaben, unterstützt vom Staat mit weiteren 10 Prozent. Sie sichern damit als größter kommunaler Arbeitgeber im Bildungsbereich wertvolle Arbeitsplätze und die eindeutige Qualitätsorientierung für ihre Bürger.

Musikschulfinanzierung

Anteile laut Haushaltsplan 2016

Musikschulfinanzierung-2015_16

 

Das Leitbild der Musikschule

Das Leitbild der Musikschule wurde im Rahmen des Qualitätsmanagements »pRio« entwickelt. Die Ziele der Musikschularbeit, die daraus abgeleiteten Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer sowie der erforderliche Umgang mit den »human ressources« sind in diesem Leitbild dargestellt. Sie werden im Team der Mitarbeiter/innen ständig weiter entwickelt. Jedes Jahr gibt es dazu eine Fachtagung – ab 2017 startet eine neue Arbeitsgruppe in den Prozess pRio 3.0.
Das Leitbild finden Sie im Bereich Medien unter Downloads Leitbild – Schulentwicklung.

 

Im Zentrum der Musikschularbeit stehen:
der Mensch und die Musik.

Dementsprechend sehen wir 3 Ziele:

1. Die Pflege des Kulturgutes Musik als eine identitätsstiftende und ästhetische Ausdrucksform
2. Die Wirkung der Musik auf den Menschen, individuell und im sozialen Miteinander
3. Die nachhaltige und systematische Verbindung von Bildung und Kultur, bezogen auf unsere Gemeinden

 

Anspruch – Musikschule vhs

Wir haben den Durchblick in die Bildungsregion

 

Öffentliche Musikschulen:
Kompetenzzentren unserer Bildungsregion

Seit 2015 ist der Landkreis Ebersberg eine bayerische Bildungsregion. Die beiden Öffentlichen Musikschulen mit Sitz in Ebersberg und Vaterstetten sind in der Bildungsregion die kommunalen Kompetenzzentren für musikalische Bildung und stärken ihre Angebotsstruktur insbesondere mit Blick auf die breite Mitte der Bürgergesellschaft und die Vernetzung mit den anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen.

Die 4 Zielkategorien sind:

1. Erfüllung des kommunalen Bildungsauftrags mit Bezug zur regionalen Kultur
_ Gemeinwohlorientiert, qualitätsbewusst und finanzwirtschaftlich verlässlich
_ Gesteuert durch demokratisch legitimierte Mandatsträger
_ Rechtssicher: Satzung, Geschäftsordnung, Gebührenordnung, Schulordnung und Dienstanweisungen erfüllen öffentlich-rechtliche Standards
_ Kontrolliert durch staatliche Systeme (Berichtsbogen, Verwendungsnachweise, Rechnungsprüfungen)

2. Eindeutige Qualitäts-Orientierung für die Bürger

_ Vielfältig im Angebots – für jedes Alter, mit allen gängigen Instrumenten, in vielen Stilrichtungen
_ Hochwertig schon im Bereich der Frühpädagogik
_ Qualifiziert durch geprüftes Lehrpersonal gemäß der Bay. Sing- und Musikschulverordnung
_ Festanstellung des Lehrpersonals – sozialversichert, rechtssicher und nachhaltig
_ Verpflichtung des Kollegiums auf eine gemeinsame Angebotsstruktur und Didaktik

3. Zugang für Alle: Von Anfang an, erreichbar, bezahlbar

_ Pädagogisch stimmig und kostenbewusst im Mix aus Groß- und Kleingruppen sowie Einzelunterricht
_ Inklusiv durch die Einbindung von Menschen mit Behinderung und Kinder mit Migrationshintergrund
_ Sozial durch differenzierte Ermäßigungen (Familien und Härtefälle)

4. Besonders geeignet zur Kooperation mit Kitas, Schulen, Gemeinden und Vereinen

_ Kooperativ als Institutioneller, öffentlich-rechtlicher Partner von Kitas und Schulen

• mit Weisungsbefugnis gegenüber dem Lehrpersonal
• nahtloser Erfüllung der Aufsichtspflicht
• permanenter Qualitätsentwicklung
• Sicherung vielfältiger Anschlussangebote

 

Musikpädagogik im Wandel der Gesellschaft

Ansätze, Methoden und Unterrichtsformen der Musikerziehung haben sich gewandelt.

Der wissenschaftliche Nachweis von positiven Wirkungen der Musikpädagogik auf die Gesamterziehung von Kindern und Jugendlichen hat zu ganzheitlicheren Ansätzen und einer systematischen Abstimmung auf die Entwicklungspsychologie geführt. Insbesondere die Förderung von Kreativität und vernetztem Denken sowie das kombinierte Training von Gehirnleistung, Wahrnehmungsvermögen und körperlicher Feinarbeit sind neben der Musik die erwünschten Ergebnisse des modernen Musikschul- Unterrichts.
Diesen komplexen Aufgaben können nur hochqualifizierte und hauptberuflich engagierte Lehrkräfte gerecht werden, deren Erziehungsarbeit von einem ständigem Fortbildungsprozess begleitet wird. Dank Weitblick und hoher finanzieller Förderung durch die Gemeinden können wir Ihnen diese Qualität anbieten.

 

Musik ist Zeit fürs Leben

»Das Beste, was wir dem heutigen Menschen schenken können, ist: Zeit.«

Musik = Zeit fürs Leben. An der Musikschule in 20 Jahren: 3,4 Millionen Stunden!
Musik macht Sinn. Für die Entwicklung unserer Kinder!

 

Musik macht Sinn

Zu diesem Thema haben schon am 20. März 2002 in Ebersberg Spitzenpolitiker mit Experten aus dem Musikschulbereich diskutiert. Dieses Gespräch hat damals  bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die »Neue Musikzeitung«, Deutschlands führende Fachzeitung für Musik, hat Auszüge des Impulsreferats von Musikschulleiter Peter Pfaff zum Leitartikel gemacht. Die NMZ vom April 2002 titelt auf Seite 1: »Viele Musikschul-Ressourcen liegen noch brach? Die Institution kann einiges mehr, doch wissen das auch die Politiker?«. Die zur Podiumsdiskussion anwesenden Politiker wussten es.
Christa Stewens, damals Staatsministerin für Arbeit, Familie und Sozialordnung, betonte die Bedeutung der Musikschularbeit zur Ausbildung von »sozialer Kompetenz« und kündigte an, im künftigen »Rahmenplan Kindergarten« den Bereich »Musik und Bewegung« aufzuwerten – möglicherweise in enger Zusammenarbeit mit den Musikschulen. Sie formulierte aber auch einen klaren Appell an die öffentlichen Musikschulen: »Erfinden Sie Angebote, die alle Kinder einer Kita einbeziehen und die sich am Kindergartenalltag orientieren – sie haben doch Fachkräfte vor Ort, die sie einbringen können!«.
Schulleiter Peter Pfaff hat diese Aufforderung wörtlich genommen und aus zwei Dialog-Tagungen heraus das Modell MusiKita entwickelt, das heute als richtungsweisend gelten kann und Vorbildcharakter auch für die Zusammenarbeit mit den Grundschulen hat.

Die Eltern, Lehrer und Schüler unserer Musikschule-vhs freuen sich, dass die Musikschularbeit inzwischen zu den Ressourcen, den »Bodenschätzen« und »fundamentalen Aufgaben« der gesellschaftlichen Entwicklung zählt. Sie sind dankbar für die weitsichtige Entscheidung unserer Gemeinde-Politiker, in der Musikschule einen Erziehungsbereich zu fördern, der international als wesentlich für eine Gesellschaft gilt, die sich am Menschen orientiert.
Der Dank unserer Lehrkräfte ist deren unermüdliches Engagement für die pädagogische Qualität. Die Eltern tragen 43 Prozent der Musikschulkosten – mehr als in jedem anderen Bereich der Erziehung – und unterstreichen damit die beachtliche Wertschätzung der Musikschulangebote für die Entwicklung ihrer Kinder. Die Musikschüler bedanken sich mit den Ergebnissen ihres Übens: Mit ausdrucksstarker Musik, Kreativität, Wahrnehmungsfähigkeit, Gefühl und sozialer Intelligenz.